zur EP:

Underdog-Fanzine:
GESAMTSCHEIßE:SCHEIßE sind das Ergebnis ihrer Wut, die die geschichtlichen Miseren, Krisen und Herrschaftsstrukturen seziert und freiheitsliebend, alle Ketten sprengend das Korsett der Unterdrückung, Diskriminierung, Ausbeutung und Ausgrenzung abstreift, bis offensichtlich wird, was die Bordsteinkantengeschichten offenbaren:
Es gibt keine Gemütlichkeit, kein Ausruhen im Kampf um antirassistische, antifaschistische, antisexistische Perspektiven, die inhaltlich bissig, ehrlich, offensiv und entschlossen die moralische Gesellschaftsordnung durcheinanderwirbelt. Reflektierte Wut. Zynismus und Sarkasmus wie in Tage ohne Schatten. Denn in letzter Konsequenz trifft es wieder die unschuldige verarmte Bevölkerung, die keinen Nutzen, keinen Mehrwert hat. „Das bisschen Gewalt, was ich zu bieten hab‘, hat viel zu wenig Feuerkraft!“ GESAMTSCHEIßE:SCHEIßE ist widerspenstig, kratzbürstig und konfliktbereit, so lange bis die Erde wieder eine Scheibe ist.

True Trash:
Drei Label (namentlich Ril Rec, Riot Bike und Raccone Records) haben sich zusammengeschlossen um die erste Scheibe der Band mit dem großartigen Namen Gesamtscheiße:Scheiße zu veröffentlichen. Die relativ neue Combo aus dem Ruhrgebiet setzt sich aus Mitgliedern der Bands Cocktailbar Stammheim (die haben übrigens eine tolle LP auf P.Trash rausgebracht) und Mülheim Asozial zusammen. Beide Bands haben vor einigen Monaten auch eine gemeinsame Split EP rausgebracht. Da ist also einiges an Verbundenheit, aber was passiert nun wirklich, wenn man die Ströme kreuzt? Nichts Schlimmes jedenfalls. Gesamtscheiße: Scheiße (man kann den Namen gar nicht oft genug schreiben) spielen melodischen deutschsprachigen Punkrock. Kann man machen. Geht gut rein. Dankenswerterweise sind die Texte nicht nur schnödes Beiwerk, sondern kotzen sich intelligent formuliert u.a. gegen schrottige Deutschnationale Zustände und Gender-Klischees aus.
Gefällt mir. Gutes Gesamtpaket. Hübsche Debüt-EP. Seien wir gespannt, was wir von der Band noch hören werden…

Ugly Punk:
Das Demo von GESAMTSCHEIßE: SCHEIßE war bereits ein Vorbote der aufhorchen ließ. Jetzt kommt die erste offizielle Veröffentlichung in Form einer 7Inch und in Zusammenarbeit mit drei Labels. Na dann… legen wir mal die Nadel auf und lassen die Scheibe ihre wohlverdienten Runden drehen.
2 Songs von den 2 Songs pro Seite sollten Kenner des bereits erwähnten Demos schon von eben diesem kennen. Hier sind “Viva L´ Autobahn“ und “Aldo Raine, bitte übernehmen sie“ aber natürlich in besserer Aufnahmequalität zu hören. Hinzu kommen mit “Die späte Freiheit“ und “They saved Hoffmann´s Cock“ zwei komplett neue Liedchen. GESAMTSCHEIßE: SCHEIßE erinnern an KAPUT KRAUTS oder frühere MUFF POTTER, allerdings mit viel eigener Note. Schrammelige Gitarren, die Vocals auch gerne mal gekrächtzt oder gesprochen und trotz aller wilden Schrammelei noch Melodie in den Stücken.
Checkt ma die Bandcamp Seite, riskiert ma beide Ohren und überzeugt euch selbst. Ist packend und mitreißend und kann ne´ Menge. Wär ich Musiklehrer und müsste Noten vergeben, würd´s hier ne´ 2+ geben. Ehrlich jetzt, ohne Scheiß!

Trashrock Mag;
Den Namen Gesamtscheiße Scheiße ist mir in letzter Zeit öfters untergekommen, meist verbunden mit wohlwollenden bis begeisterten Kommentaren. Jetzt liegt mit ihre erste 7” vor und die bestätigt die Lobeshymnen, die bisher andere über die Band verfasst haben. Das Quartett spielt tollen Deutschpunk, der sich irgendwo zwischen Ein Gutes Pferd und Notgemeinschaft Peter Pan bewegt. Soll heißen gewisse Rachut und Co.-Einflüsse sind herauszuhören genauso wie die Freude am straighten Deutschpunk. Vier Songs enthält die hübschaufgemachte Scheibe, von denen mir “Viva la Autobahn” und “Aldo Raine übernehmen sie” am besten gefallen. Aber auch die beiden anderen Songs “Späte Freiheit” und “They saved Hoffmanns Cock” wissen zu überzeugen. Gutes Debüt einer Band, von der man hoffentlich noch viel hören wird.

Bierschinken:
Schicken Namen haben sie sich ja schon einmal ausgesucht! Dazu gibt es dann auch noch die passende, weil ebenfalls sehr schicke Musik. Vier Stücke deutschsprachigen Punkrock, der mich an die Notgemeinschaft Peter Pan oder auch an erste Muff Potter Stücke erinnert. Ein wenig kratzig hier und da, tolle Texte, mit schön Rotz runter gezockt. Gefällt sehr gut. Alle 4 Lieder durchgängig super, kein Niveauverlust!
Macht Appetit auf mehr!

Trust:
Das ist die eigentliche Hauptband von Wiener, Sänger von Mülheim Asozial. Gesamtscheiße:Scheiße klingt aber weniger nach Deutschpunk als viel mehr nach alten Turbostaat und Muff Potter, also einer gelungenen Mischung aus deutschsprachigem Punkrock und Emo-Hardcore. Top!